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Session „Anleitung zum offen machen“

Der ganze Titel lautet eigentlich:
Anleitung zum offen machen. Wie Designerinnen und Designer ihre Arbeiten offen und frei zur Verfügung stellen können (und trotzdem Geld dabei verdienen).
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Sketchnote in höherer Auflösung

KURZTHESE:

Was bringt das Teilen von Wissen rund um Design? Wie teilt man am besten? Was muss man dabei beachten? Und was heißt es, wenn die eigenen Arbeiten geteilt werden? Kann man damit Geld verdienen? Und wenn ja, wie? Ein Workshop für DesignerInnen, jene, die es werden wollen, und besonders interessierte KonsumentInnen.

BESCHREIBUNG:

Das Teilen von Wissen rund um Design ist vielseitig: Nicht nur Baupläne und 3D-Datensätze können geteilt werden, sondern auch Informationen zu Herstellungsverfahren, ProduzentInnen, Materialien oder deren Bezugsquellen. Designs und Hintergrundinformationen zum Gestaltungsprozess offen zu legen, bringt also nicht nur Do-It-Yourself-Fans etwas, sondern birgt in sich auch einen großen Vorteil für DesignerInnen selbst. Denn sie können durch das Teilen von Informationen einerseits diesen Pool an Informationen vergrößern, und sich andererseits die Arbeit erleichtern, indem sie auf dem Wissen anderer aufbauen.

Besonders die Strukturen hinter der Kulisse transparent zu halten ist interessant: KonsumentInnen sind dann nämlich eingeladen, ein Produkt auch wieder zu verstehen, anstatt nur die bloße, hübsche Hülle anzuschauen. Wenn durch Baupläne und Hintergrundinformationen Produkte wieder reparierbar werden, hat man als DesignerIn sogar großen Foxconn-AbnehmerInnen etwas voraus.

Informationen zu Produktionsdauer, Materialqualität, Vertriebswegen, Entwicklungsschritten oder Herstellungsbedingungen offen zu kommunizieren kann dabei helfen, die Preisgestaltung der Endprodukte verständlicher zu machen. Denn durch Transparenz entsteht Verständnis bei KonsumentInnen.

Hört sich gut an. Aber wie funktioniert Open Design genau? Was muss man beachten? Wie teilt man am besten? Und was heißt es, wenn die eigenen Arbeiten geteilt werden? Kann man damit Geld verdienen? Und wenn ja, wie?

Willkommen in meinen Wohnzimmer: Lifestyle-Blogs

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Bild in höherer Auflösung
Sketchnotes zur Session „Willkommen in meinen Wohnzimmer: Lifestyle-Blogs“ von Stephanie Wißmann, Lotte v. Bausznern, Indre Zetzsche und Nicola Holtkamp auf der re:publica.

KURZTHESE:

Lifestyle-Blogs sind beliebt. Sie öffnen jedem den Blick ins Private: Sei es die Handtasche, das Wohnzimmer oder die Küche. Sogar ins Schlafzimmer dürfen wir schauen. Auch wenn dort nur die schöne, neue Bettwäsche gezeigt wird. Lifestyle-Blogger präsentieren ihr Leben in der Netzöffentlichkeit. Welche Konsequenzen das haben kann, was die Faszination von Lifestyleblogs ausmacht, welche Auswirkungen dieses „Romantisieren des Alltags“ hat und wo die Grenze zwischen Persönlich, Privat und Intim, zwischen Lifestyleblogging und Lifestyle-Porn verläuft – das diskutieren vier Lifestyle-Bloggerinnen.

BESCHREIBUNG:

Lifestyle-Blogs inszenieren das Alltägliche und bieten Einblick ins Private. Ob Wohnungseinrichtung, selbstgekochte Gerichte oder gelesene Bücher, der Inhalt von Handtaschen, die liebsten Kosmetika oder die Vorsätze fürs neue Jahr – all dies wird der Welt mit scheinbarer Offenherzigkeit und Authentizität präsentiert. Damit bedienen sie das tiefe menschliche Bedürfnis nach Nähe und Vertrautheit Verführung und Zerstreuung und geben unserer Neugier und Schaulust einen Ort.

Doch wie viel Inszenierung erträgt die Authentizität? Wohin führt die Inszenierung des Alltäglichen? Erhöht die scheinbar authentische Welt der Lifestyle-Blogs den medialen erzeugten Perfektionsdruck noch einmal mehr? Und wie steht es um das Verhältnis zwischen Blogger und Follower? Wie viel geben Blogger wirklich preis? Lässt sich aus der Art, wie jemand sein Frühstück zubereitet, wirklich auf die Person schließen? Welcher Art ist das Interesse am Anderen – wie viel will man wirklich wissen? Und wo verläuft die Grenze zwischen Persönlich, Privat und Intim, zwischen Lifestyle-Blogging und Lifestyle-Porn?

Über diese und weitere Fragen diskutieren vier Lifestyle-Bloggerinnen. Nach einem kurzen Impulsvortrag von Stephanie Wißmann (stepanini) diskutiert sie mit Nicola Holtkamp (schischi und heititei) und Lotte v. Bausznern (smørbrød syltetøy) – moderiert von Indre Zetzsche (M i MA).

Wildnis in der Wildnis: Digitaler Aufbruch an unseren Schulen

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Größere Auflösung

Stephan Noller, Maxim Loick, Hilli Knixibix

KURZTHESE:

Vermittlung von Internet- und Technik-Inhalten sind nicht gerade Stärken des aktuellen Schulsystems. Anhand von zwei Lösungs-Ansätzen wollen wir diskutieren, wie es gelingen kann, Schüler*innen zu Technik-Freaks und Netzreinschreiber*innen zu machen.

BESCHREIBUNG:

Kinder brechen auf Into the wild. Früher hieß das, dass sie in die Schule kommen und sich dort weitgehend allein in einem sozialen Gefüge zurechtfinden mussten. Heute ist diese Wildnis um das Internet erweitert.

Das aktuelle Schulsystem ist derzeit allerdings relativ hilflos wenn es darum geht, Kinder an das Internet heranzuführen – vor allem wenn es dabei nicht um eine Auflistung von Risiken und Vorsichtsmaßregeln gehen soll, sondern um Befähigung und Lust am Reinschreiben. Ähnlich bescheiden ist es um die Technik-Erziehung bestellt, was im Lichte der großartigen Möglichkeiten der Maker-Bewegung umso bedauerlicher erscheint.

Wir (die Speaker) haben alle Erfahrungen gesammelt beim Versuch, diesen Zustand ändern zu wollen. Wir möchten darüber sprechen, wie das gehen kann und warum es so schwer ist. Wir möchten aber auch davon berichten, wie bewegend es sein kann, wenn Kinder plötzlich Roboter bauen und damit Wettbewerbe gewinnen, wenn sie ihre psychische Leidensgeschichte im Blog dokumentieren und wilden Zuspruch ernten oder wenn sie einfach glucksend Wikipedia-Artikel ihrer Mitschüler korrigieren und dabei plötzlich merken, dass sie mehr tun können als nur Youtube-Videos anzuschauen.

Wir wollen Fragen aufwerfen und Menschen in der Wildnis Internet dazu bringen, Antworten darauf und weitere Fragen zu finden. Dabei wollen wir auch die Innenansicht von Schulen kennenlernen, wie sieht die digitale Realität dort aus, welchen Stellenwert haben digitale und technische Themen?

Session „Dezentrale Social Networks. Warum sie scheitern und wie es gehen könnte“

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Größere Auflösung

Michael Seemann

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Sein Rückblick auf die re:publica 2014

KURZTHESE:

Der Traum von erfolgreichen, dezentralen Social Networks wurde bisher regelmäßig enttäuscht. Ein Blick auf die ökonomische Eigendynamik von Vernetzungsprozessen und die sie beherbergenden Plattformen, zeigt auf warum das so ist. Die Antworten bergen aber ebenfalls einen möglichen Ausweg.

BESCHREIBUNG:

Schon lange – aber vor allem seit den Snowden-Enthüllungen – ist der Ruf nach Dezentralisierung überall zu vernehmen: Wir brauchen dezentrale Infrastruktur und wir dürfen das Netz nicht den wenigen Konzernen überlassen. So richtig diese Forderung auch ist, scheitern die konkreten Projekte mit einer vorhersehbaren Regelmäßigkeit. Dieses Scheitern hat Gründe, die tief in den ökonomischen Gesetzmäßigkeiten von Plattformen und der Eigendynamik von digitaler Vernetzung liegen.

Im Zuge meiner Arbeit an theoretischen Konzepten wie der Ökonomie von Plattformen und der Queryologie (der Lehre von Query), glaube ich, die Hauptgründe des Scheiterns so vieler Projekte wie Diaspora, FreedomBox und status.net verstanden zu haben. Anhand von Google, WhatsApp und anderen Beispielen möchte ich zeigen, wie digitale Vernetzung oft von dezentralen Datenstrukturen aus startet, aber am Ende der Entwicklung doch wieder in zentralistischen Silos landet.

Ich glaube aber auch einen Ausweg aus dem Dilemma aufzeigen zu können, der die wichtigsten Eigenschaften dezentraler Netzwerke (wie den Entzug zentraler Kontrolle der Infrastruktur) auf Dauer bewerkstelligen kann und trotzdem die notwendigen Vernetzungsfeatures bietet, um erfolgreich zu sein. Vor allem kann ich zeigen, auf welche Faktoren zu achten ist, um dem Zentralismus nicht wieder anheim zu fallen.

Session „Web 1.0 + 2.0 remixen: Digitale Identität zurück erlangen!“

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Größere Auflösung

Jonas Westphal

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Blogbeitrag zum Vortrag

KURZTHESE:

Wie lassen sich die Vorzüge der Web-2.0-Ära nutzen ohne gleichzeitig die Kontrolle über die eigenen Daten an kommerzielle Anbieter zu verlieren? Web 1.0 (dezentral) und Web 2.0 (interaktiv + sozial) zusammen gedacht ergeben: Soziale Netzwerke und mehr eigene Kontrolle über die eigene Daten-Identität! Der Vortrag stellt hierzu konkrete Strategien und Werkzeuge vor. Es gilt: Tweets, Fotos und Artikel auf den eigenen Webspace zurückholen – und gleichzeitig einen bequemen Zugang möglich zu machen.

BESCHREIBUNG:

In Zeiten von sozialen Netzwerken sind wir es gewohnt unseren digitalen Alltag zu twittern, facebooken oder zu tumblern. Doch was passiert, wenn sich die jeweilige Firmenpolitik ändert? Was ist, wenn man wechseln möchte? Wer hat die Macht über unsere Fotos, Artikel und sozialen Beziehungen?

Der Vortrag gibt Aufschluss über aktuelle technische und gesellschaftliche Perspektiven, die es ermöglichen Kontrolle über die eigenen Daten wieder zu erlangen. Es werden konkrete Werkzeuge und Strategien vorgestellt. Diese holen Tweets, Nachrichten und Blog-Artikel auf den eigenen Webspace zurück und erlauben gleichzeitig einen bequemen Zugang darauf.

Wie lassen sich die Vorzüge der Web-2.0-Ära nutzen ohne gleichzeitig die Kontrolle über die eigenen Daten an kommerzielle Anbieter zu verlieren? Web 1.0 (dezentral) und Web 2.0 (interaktiv + sozial) zusammen gedacht ergeben: Soziale Netzwerke und mehr eigene Kontrolle über die eigene Daten-Identität!

Sketchnotes Workshop auf der re:publica 14

Workshop „Sketchnotes Workshop“

Das Team des rp14 Sketchnote Workshops und die ZuschauerWow! Knapp 400-450 Besucher der re:publica haben in diesem Jahr an unserem Sketchnotes Workshop teilgenommen. Bereits im letzten Jahr war das Interesse deutlich größer als wir es erwartet hatten. In dieser Session habe ich natürlich keine Sketchnotes angefertigt, aber es gibt drüben bei vizthink.de eine kleine Doku zum Workshop. Ausserdem gibt es diesmal auch ein Video vom Workshop.

Ausgewählte Tweets zum Workshop

Eigene Sketchnotes

In einigen der anderen Sessions habe ich natürlich auch Sketchnotes gemacht. Ich habe mich diesmal an kleinerem Papier und dickeren Stiften versucht. Was mir ganz gut daran gefallen hat ist, dass ich mich noch mehr reduzieren musste was die Ausführlichkeit der inhaltlichen Darstellung angeht. Außerdem habe ich mich selbst in die Pflicht genommen die Speaker etwas persönlicher zu gestalten. Das ist, so meine ich, einigermaßen gelungen. Bisher habe ich mit dem Portraitieren von Personen ja keine nennenswerten Ergebnisse erzielt ;-).

re:publica 2014 in Sketchnotes

Ich werde meine Sketchnotes aus den Sessions noch posten.
Du kannst künftige Beiträge per E-Mail abonnieren, um nichts zu verpassen.


 

In den Kommentaren auf vizthink.de sind schon viele Sketchnotes verlinkt. Für weitere Hinweise wo noch Sketchnotes der rp14 zu finden sind freue ich mich. Am besten als kommentar oder auf Twitter an @ralfa.
Ich habe auf jeden Fall auch @sabrittas und @frauhoelle beim visualisieren erwischt 😉

Bildquelle: mitp-Verlag